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AntiphlogistikumEin Antiphlogistikum ist ein entzündungshemmendes Arzneimittel.
Antiphlogistika greifen auf biochemischem Weg in den Entzündungsprozess ein. Da es im menschlichen und tierischen Organismus Entzündungen vielfältiger Art gibt, sind Indikationen im Bereich der Dermatologie, der Orthopädie oder der Inneren Medizin bekannt.
Einige antiphlogistische Wirkstoffe sind:
Nichtsteroidale Antiphlogistika:
- Acetylsalicylsäure
- Diclofenac-Na
- Metamizol-Na H2O
- Ibuprofen
- Indometacin
- Diflunisal
- Ketroprofen
- Naproxen
- Oxyphenbutazon H2O
- Phenylbutazon
- Piroxicam
- Phenazon
- Propyphenazon
- Salicylamid
- Tenoxicam
- Tolfenaminsäure
Glukokortikoide
- Betamethasonvalerat
- Dexamethason
- Hydrocortison
- Hydrocortisonacetat
- Triamcinolonacetonid
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EntzündungEine Entzündung (lateinisch-medizinisch Inflammatio[n]) ist eine charakteristische Antwort von biologischem Gewebe auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Reiz mit der Funktion, den Schädigungsreiz zu beseitigen oder zu reparieren.
Das Geschehen wird meist mit einer Kombination des betroffenen Organs mit der griechischen Endung -itis gekennzeichnet, z. B.:
- Arthritis (Gelenkentzündung)
- Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
- Dermatitis (Hautentzündung)
- Otitis (Ohrenentzündung)
- Ausnahme:
- Pneumonie = "Lungenentzündung", obwohl die Endung "-itis" fehlt
Die Entzündungsreaktion wird vom Bindegewebe, den Blutgefäßen und dem Immunsystem getragen.
Auslöser (Noxen)
Auslösende Reize können sein:
- physikalische Reize:
- mechanisch (z.B. Druck, Verletzung oder Fremdkörper, z.B. krankhafte Stoffwechselprodukte wie Harnsäurekristalle)
- thermische (z.B. Wärme, Kälte)
- chemisch (z.B. Säuren, Laugen, Toxine, entgleiste Enzyme, wie z.B. bei der Pankreatitis)
- Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten)
- Allergene
- Autoallergene (z.B. bei rheumatischen Erkrankungen, Autoimmunkrankheit)
- Fremdallergene
Ablauf lokaler Entzündungsreaktionen
- Lokale Durchblutungsstörung:
- Diese nur Minutenlange Phase wird auch "initiale Ischämie" genannt. Gemeint ist eine kurzzeitige lokale Durchblutungsstörung durch die Reaktion des Gefäßbindegewebes auf die Adrenalinausschüttung (arterieller Spasmus).
- Danach folgt eine, vor allem lokale, Hyperämie, die zum einen durch den vom vegetativen Nervensystem gelösten Arteriolenspasmus, zum andern von einer Konstriktion der Venolen ausgelöst wird. Letzte wird von diversen Mediatoren, z. B. Prostaglandine, Kinine, ausgelöst. Diese Abflussstörung wiederum führt zur Thrombozytenaggregation, dem Sludge-Fänomen, Exsudation und anderen durch Blutstase ausgelösten Folgen.
- Die Permeabilität der Gefäßwände wird durch Gefäßmediatoren, hier Histamin, Prostaglandin, Kinine, Serotonin, gesteigert.
- Durch die erhöhte Permeabilität können nun Plasmaeiweiße in das betroffene Gebiet einströmen. Für die Entzündungsreaktion wichtig sind hierbei vor allem neutrophile, basophile und eosinophile Granulozyten, Makrophagen und Lymphozyten.
Die fünf Entzündungszeichen
- Rötung (lat.rubor)
- Schwellung (lat.tumor)
- Überwärmung (calor)
- Schmerz (dolor)
- eingeschränkte Funktion (functio laesa)
Diese fünf Zeichen sind nicht immer direkt erkennbar oder auch nur teilweise nachweisbar. Eine Magenschleimhautentzündung beispielsweise macht kaum Schmerzen, da die Magenschleimhaut wenig schmerzempfindlich ist.
Allgemeine unspezifische Entzündungszeichen
Neben den fünf direkten Entzündungszeichen am Ort der Entzündung, kann man eine Entzündung ab einem bestimmten Schweregrad an allgemeinen Reaktionen des Gesamtorganismus erkennen. Zu diesen Allgemeinreaktionen gehören:
- Fieber: beschleunigter Stoffwechsel mit schnellerer Synthese u.a. von Antikörpern
- allgemeines Krankheitsgefühl
- Leukozytenanstieg oder -abfall (Weiße Blutkörperchen)
- CRP-Anstieg (immunologisch wirksames Akute-Phase-Protein)
- beschleunigte Blutkörperchensenkung (BKS bzw. BSG für -geschwindigkeit)
- Procalcitonin-Anstieg (Hormon-Vorstufe)
- Nachweis von Bakterien im Blut (positive Blutkultur)
Einteilung
Nach dem zeitlichen Ablauf können die Entzündungen eingeteilt werden in
- akute = plötzlich einsetzende Entzündungen
- chronische = langsam, schleichend ablaufende Entzündungen
- rezidivierende = wiederholt auftretende Entzündungen.
Siehe auch
- Portal:Medizin
Weblinks
- [http://www.gesundheit.de/roche/ro07500/r09990.000.html Kurze Zusammenfassung]
- [http://www.pathologie-online.de/ Pathologisches Wissensportal ]
Kategorie:Krankheit
ja:炎症
ms:Keradangan
DermatologieDie Dermatologie (griechisch δερματολογία - die Hautkunde) ist das Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Abklärung, Behandlung und Betreuung von Patienten mit nichtinfektiösen und infektiösen Erkrankungen der Haut sowie mit gut- und bösartigen Hauttumoren befasst.
Spezialgebiete der Dermatologie umfassen die bösartigen Hauttumore (Dermato-Onkologie), insbesondere das maligne Melanom, Erkrankungen der Übergangsschleimhäute und Hautanhangsgebilde, die Dermato-Allergologie, die Dermatochirurgie, physikalische Therapien wie Ultraviolett-Bestrahlung bzw. PUVA, die Dermatopathologie und die kosmetische Dermatotherapie.
Mit der Venerologie deckt die Dermatologie die sexuell übertragbaren Krankheiten (früher als "Geschlechtskrankheiten" bezeichnet) ab.
Literatur für Patienten, Laien und Ärzte
- Kardorff Bernd: Gesunde Haut - Lexikon von A bis Z. Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2004, ISBN 3540205659
- Altmeyer Peter, Dirschka Thomas, Hartwig Roland: Klinikleitfaden Dermatologie. Urban & Fischer Bei Elsevier, 2002, ISBN 3437223003
- Kardorff Bernd, Kardorff Maria: Patientenratgeber und kurzes Lexikon der Hautkrankheiten, Venenleiden, allergischen Erkrankungen und Kosmetischen Medizin. BOD 2002, ISBN 3831132380
- Braun-Falco Otto, Plewig Gerd, Wolff Helmut H.: Dermatologie und Venerologie. Springer Verlag Berlin Heidelberg, 2005, ISBN 3540405259
- Niedner Roland, Adler Yael: Hautkrankheiten im Blick für die Kitteltasche. Wissenschaftliche Verlagsges. 2004, ISBN 3804720455
Weblinks
- http://www.swisdom.org SWISDOM / DOIT - Dermatology Online with Interactive Technology, interaktive Lernplattform
- http://www.uptoderm.de Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD)
- http://dermis.multimedica.de/index.htm Dermatologie-Atlas
- http://www.dermatologie.de Fachportal Dermatologie auf Medizin-Online
- http://www.m-ww.de/krankheiten/hautkrankheiten/index.html
- http://www.medizin.de/gesundheit/deutsch/104.htm News aus der Dermatologie
- http://www.derminfo.de
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ja:皮膚科学
ko:피부과
OrthopädieDie Orthopädie (v. griech. ὀρϑός „aufrecht“ und παιδεύειν „erziehen“) ist eine medizinische Disziplin und beschäftigt sich mit Erkrankungen des Bewegungsapparates, also der Knochen, Gelenke, Muskeln und Sehnen.
Die orthopädische Behandlung bedient sich unter anderem chirurgischer Verfahren (z. B. Prothesenchirurgie), der Physiotherapie, der orthopädischen Schmerztherapie, der physikalischen und medikamentösen Arthrosebehandlung und der Orthopädietechniker und Orthopädieschuhmacher zur Anpassung von Hilfsmitteln, (z. B. Einlagen für Schuhe, Schuhzurichtungen an vorhanden Konfektionsschuhen, Herstellung speziellen Schuhwerkes für Patienten, denen die Konfektion nicht gerecht werden kann). Ein wichtiges Arbeitsfeld ist die Orthopädie im Kindesalter. Vieles, was im Erwachsenenalter zu bleibenden Problemen werden kann, lässt sich beim Kind noch richten oder begradigen. Die Beratung bei der Berufswahl kann spätere Erkrankungen verhindern. In der Operationsverhütung liegt ohnehin eine der Hauptaufgaben der Orthopäden: Krankheitsbilder früh genug zu erfassen und so zu behandeln, dass eine Operation nicht notwendig wird.
Angrenzende Fachgebiete sind Sportmedizin und Unfallchirurgie.
Krankheitsbilder
Zu den in der Orthopädie behandelten Krankheitsbildern zählen unter anderem:
- Arthrosen
- Aseptische Knochennekrosen z. B. Morbus Perthes, Morbus Scheuermann
- Bandscheibenvorfall
- Hexenschuss
- Skoliose
- Osteoporose
- Klumpfuß
Weblinks
- [http://www.medizin-online.de/cda/DisplayHome.do?wid=107882 Fachportal Orthopädie auf Medizin-Online]
- [http://www.m-ww.de/krankheiten/orthop_erkrankungen/index.html Auch für den Laien geeignete Darstellung zahlreicher orthopädischer Erkrankungen]
Diclofenac
Diclofenac ist ein nichtsteroidales Analgetikum (NSAR), das bei leichten bis mittleren Schmerzen und Entzündungen eingesetzt wird. Es wirkt durch eine nichtselektive Hemmung der Cyclooxygenasen (COX).
Pharmakologie
Diclophenac besitzt antipyretische, analgetische, antiphlogistische und antirheumatische Wirksamkeit. Verantwortlich für diese Wirksamkeit ist eine Inhibition der Cyclooxygenasen und damit eine Inhibition der Synthese entzündlicher Prostaglandine. Möglicherweise ist Diclofenac direkt am Lipoxygenase-Stoffwechsel beteiligt und unterdrückt die Bildung von Leukotrienen.
Nebenwirkungen
Typische Nebenwirkungen sind Magen- und Darmbeschwerden, die durch eine Hemmung der u.a. in der Magenschleimhaut vorkommenden Cyclooxygenase 1 hervorgerufen werden. Des weiteren können Störungen bei der Blutbildung und Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten.
Wechselwirkungen
Eine der wichtigsten Wechselwirkung findet mit blutgerinnungshemmenden Substanzen wie z.B. Phenprocoumon statt, deren Wirkung durch Diclofenac verstärkt wird. Dadurch kann es zu einer Erhöhung der Blutungsgefahr kommen.
Weitere Wechselwirkungen gibt es mit Lithium, Phenytoin und Herzglykosiden, deren Wirkung durch Diclofenac verstärkt wird. Da es sich bei diesen um Substanzen mit einer geringen Therapiebreite handelt, kann es zu Überdosierungen kommen.
Als Therapeutikum zur Behandlung von Sehnenentzündungen (Tennisarm) kann es zu allergischen Reaktionen durch Rötung der Haut unter Schmerzbildung kommen.
Gegenanzeigen
Wegen der Gefahr von Überreaktionen ist Diclofenac bei Patienten mit Asthma kontraindiziert. Außerdem sollte Diclofenac nicht vor größeren operativen Eingriffen eingenommen werden, da es hier die Blutungsgefahr vergrößert.
Auch bei einer vorliegenden Schwangerschaft darf Diclofenac nicht eingesetzt werden.
Für die Anwendung von Diclofenac bei Kindern und Jugendlichen gibt es keine ausreichenden Studien, deshalb wird die Anwendung nicht empfohlen.
Diclofenac wird auch als SCHMERZGEL (bei Schmerzen, Fieber, Entzündungen und Rheuma) in Deutschland u.a. unter dem Markennamen Voltaren® / Diclac® angewendet.
Die Anwendung bei Hunden und Katzen kann massive Magen-Darm-Schädigungen mit teilweise letalem Ausgang hervorrufen und ist daher strikt kontraindiziert. Die durch Verabreichung dieses Medikamentes hervorgerufene Erkrankung ist einer der häufigsten (human-)iatrogenen Notfälle bei Hunden.
Kontraindikationen
Nach neuesten wissenschaftlichen Forschungen und Berichten hat man an Probanden eindeutig feststellen können, dass das Herzinfarktrisiko um 24% anstieg, wenn Patienten vorher Medikamente mit dem Wirkstoff "Ibuprofen" eingenommen hatten. Deutlich höher, nämlich bei 55% aller Fälle stieg das Risiko eines lebensbedrohlichen Herzinfarkts bei vorheriger Einnahme des Wirkstoffs Diclofenac.
In der bislang größten Untersuchung ihrer Art hatten die Professorinnen Julia Hippisley-Cox und Carol Coupland von der Universität Nottingham die Verschreibung sogenannter nichtsteroidaler Entzündungshemmer (NSAID) bei 9218 Herzinfarkt-Patienten untersucht.Zu den NSAID gehören unter anderem die weitverbreiteten Wirkstoffe Ibuprofen, Diclofenac und die bereits in die Diskussion geratenen Coxibe.
Kategorie:Chemische Verbindung
Kategorie:Nichtopioid-Analgetikum
Metamizol
Novaminsulfon (N-Methyl-N-(2,3-dimethyl-5-oxo-1-phenyl-3-pyrazolin-4-yl) aminomethansulfonsäure)ist ein stark wirksames und im allgemeinen gut verträgliches Schmerzmittel.
Novaminsulfon gehört zu den nichtsauren Nichtopioid-Analgetika (Gruppe der Antipyrine). Da es kein Opiat ist, wird das Suchtpotenzial als gering eingeschätzt, dagegen sind aber bei chronischer Einnahme Organschädigungen (z. B. auf die Niere) zu beachten. Novamin ist in Deutschland verschreibungspflichtig.
Novaminsulfon wird auch unter seinem Freinamen Metamizol geführt. Es ist in verschiedenen Darreichungsformen wie Tabletten, Brausetabletten, Tropfen, Zäpfchen und als Injektionslösung zur intravenösen bzw intramuskulären Gabe verfügbar. Die Substanz ist in einer Reihe von Schmerzmitteln wie zum Beispiel Novalgin®, Baralgin®, Analgin® etc. enthalten.
Die genaue Wirkung des Stoffes ist bis heute nicht bekannt. Vermutlich hemmt es, ähnlich wie Paracetamol, die Bildung von Prostaglandinen vor allem im Rückenmark und im Gehirn. Neben seiner schmerzstillenden Wirkung hat es außerdem gute fiebersenkende und spasmolytische, also krampflösende Eigenschaften. Die entzündungshemmende Wirksamkeit ist dagegen im Vergleich mit Diclofenac nur schwach ausgeprägt.
Im Gegensatz zu Diclofenac und Acetylsalizylsäure ist es deutlich magenverträglicher. Die Fahrtüchtigkeit wird durch geringe Mengen Novaminsulfon nicht beeinträchtigt.
Als Einzeldosis wird, außer für Säuglinge, eine Dosis von 8-16mg pro kgKG vom Hersteller empfohlen, maximal 750-1000mg Metamizol. Die Tagesdosis beträgt maximal vier Einzeldosen.
Anwendungsgebiete
- Fiebersenkung (antipyretisch)
- Starke Schmerzen bei Gallen-, Nieren- oder Darmkoliken (spasmolytisch)
- Zusammen mit Opiaten zur Schmerztherapie bei Tumorerkrankungen (analgetisch)
- Starke sonstige Schmerzen
- antiphlogistisch
Nebenwirkungen
In einer Reihe von Ländern wurde Novaminsulfon wegen der sehr seltenen knochenmarksschädigenden Nebenwirkungen vom Markt genommen (Großbritannien).
Novaminsulfon kann:
- bei bestehendem Asthma bronchiale, Heuschnupfen und chronischen Atemwegserkrankungen einen Asthma-Anfall auslösen.
- die Nierenfunktion beeinträchtigen.
- eine Allergie auslösen und dadurch einen Schockzustand hervorrufen
- selten einen Blutdruckabfall bewirken.
- sehr selten schwere Blutbildveränderungen (Agranulozytose) hervorrufen.
Gegenanzeigen
Novaminsulfon enthaltende Präparate dürfen nicht eingenommen werden:
- bei Porphyrie (angeborene oder erworbene Störung der Produktion des roten Blutfarbstoffes).
- bei bekannter Allergie gegen Novaminsulfon.
- bei erblich bedingtem Mangel an dem Enzym Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase.
- bei Säuglingen unter drei Monaten.
- während Schwangerschaft und Stillzeit.
Vorsicht beim Vorliegen einer Knochenmarksschädigung!
Weblinks
- [http://www.medicine-worldwide.de/pharmakologie/arzneimittel/schmerzmittel/metamizol.html www.medicine-worldwide.de] - Metamizol
Kategorie:Chemische Verbindung
Kategorie:Nichtopioid-Analgetikum
Kategorie:Schmerztherapie
Kategorie:Anästhesie
Kategorie:Heterocyclus
Ibuprofen
Ibuprofen (2-(4-Isobutyl-phenyl)-propionsäure, Summenformel : C13H18O2) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika, der zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt wird.
Chemisch gehört es in die Gruppe der Arylpropionsäuren.
Pharmakologie
Ibuprofen hemmt nichtselektiv die Cyclooxygenasen I und II, die im Organismus für die Bildung von entzündungsvermittelnden Prostaglandinen verantwortlich sind. Daraus resultieren die Wirkungen von Ibuprofen: Es wirkt schmerzstillend (analgetisch), entzündungshemmend (antiphlogistisch) und fiebersenkend (antipyretisch). Nebenwirkungen, wie Magenblutungen, sind ebenfalls auf eine Hemmung der Prostaglandinsynthese zurückzuführen, da Prostaglandine auch an physiologischen Funktionen, wie z.B. der Produktion von Magenschleim beteiligt sind.
In seiner Wirkung ist es der Acetylsalicylsäure überlegen, wobei das Nebenwirkungspotential bei Ibuprofen geringer ist.
Es gibt allerdings auch Hinweise darauf, dass Ibuprofen bei Kindern zum Reye-Syndrom führen kann.
Anwendungsgebiete
Die Anwendungsgebiete sind:
- allgemein
- rheumatoide Arthritis, juvenile Arthritis, Osteoarthritis
- Schmerzen der Muskeln und des Bewegungsapparates
- akuter Gichtanfall
- Spannungskopfschmerzen, leichte Migräne
- akute Kopfschmerzen (auch bei Höhenkrankheit)
- Zahnschmerzen, Pulpitis, Gingivitis
- akute Angina tonsillaris
- akute Dysmenorrhoe
- akute Mittelohrentzündung
- Opiat Entzug: Schmerzbekämpfung mit nicht opiathaltigen Arzneimittel
- Frostbeulen Erfrierung, Mittel der Wahl zur Schmerzstillung
- Sonnenbrand
- Fieber
- speziell bei Kindern
- Zum Verschluss des Ductus Botalli nach der Geburt durch intravenöse Injektion.
- Mukoviszidose: Eine neue Studie zeigte bei Kindern unter 13 Jahren, dass eine Hochdosen Ibuprofen Therapie über 4 Jahre die Verschlechterung der Lungenfunktion um das 8 fache verminderte (siehe Literaturhinweis).
Nebenwirkung
Gastrointestinale Beschwerden, wie Sodbrennen, Übelkeit oder Durchfall können häufig auftreten.
Diese Nebenwirkungen können u.U. vermindert werden durch gleichzeitige Nahrungsaufnahme bei der Gabe (Applikation).
Das Auftreten von Magen-Darmblutungen, Magengeschwür, Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist dosiabhängig und hängt von der Anwendungsdauer ab.
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautauschlag oder Hautjucken (Pruritus) sind möglich.
Problematisch kann es werden, wenn durch das Ibuprofen die Magenschleimhaut entzündlich verändert wird und die durch das Medikament bewirkte Gerinnungshemmung dazu führt, dass aus der Magenwand unkontrolliert über einen längeren Zeitraum Blut sickert.
Wechselwirkungen (Interaktionen) mit anderen Arzneimitteln
- Antikoagulantien und Thrombolytika: Ibuprofen bewirkt eine reversible Thrombozytenaggregationshemmung. D.h. das bestimmte Blutbestandteile (die Thrombozyten) sich reversibel zusammen ballen. Die Thrombozyten sind wichtig für den Wundverschluss, für die Blutgerinnung. Antikoagulantien wirken auch negativ auf die Blutgerinnung. Thrombolytika lösen Blutgerinsel auf (z.B. in einem verstopften Herzkranzgefäss; Ursache für Herzinfarkt). Wird Ibuprofen zusammen mit Medikamenten einer dieser Wirkstoffgruppen eingenommen, ist das Verblutungsrisiko groß,wenn man sich eine blutende Wunde zu zieht.
- Lithium: Ibuprofen steigert die Plasmakonzentration von Lithium, in dem es seine Ausscheidung in der Niere verringert. Es kann dadurch zu einer Lithium Vergiftung (Intoxikation) beitragen.
Arzneimittel-Markt
Ibuprofen wird in Form von Tabletten, Kapseln, Salben, Zäpfchen und Kindersäften vertrieben. Tabletten bis 400mg,falls für den Akutgebrauch, Salben, Gele, Zäpfchen und zum Teil Kindersäfte zur Behandlung von Fieber und Schmerzen unterliegen der Apothekenpflicht und können ohne Rezept in der Apotheke erworben werden. Höher dosierte Zubereitungen und Präparate zur Behandlung von Entzündungen und rheumatischen Erkrankungen unterliegen der ärztlichen Verschreibungspflicht.
Einige Ibuprofenpräparate (z.B.Dolormin®, Imbun®) enthalten Ibuprofen-Lysinat, ein Salz aus Ibuprofen und der Aminosäure Lysin. Im Magen ist dieses Salz besser löslich, so dass es schneller vom Körper resorbiert wird und dadurch zu einem schnelleren Wirkungseintritt führen soll.
Tiermedizin
In Deutschland sind derzeit keine Tierarzneimittel auf Ibuprofenbasis zugelassen. Die Anwendung von Ibuprofen bei Lebensmittel liefernden Tieren ist nicht erlaubt, da es in keinem Anhang zur Verordnung 2377/90 (EWG) aufgeführt ist. Eine Anwendung bei Pferden kann nur erfolgen, wenn sie im Equidenpass eingetragen wird und eine Wartezeit von 6 Monaten bis zu einer Schlachtung eingehalten wird.
Literatur
- Murray & Nadel's Textbook of Respiratory Medicine, 4th ed., 2005, ISBN: 0721603270
Weblinks
- [http://www.dr-gumpert.de/html/ibuprofen.html Ibuprofen] medizinische Informationen zur Anwendung von Ibuprofen
Kategorie:Chemische Verbindung
Kategorie:Nichtopioid-Analgetikum
ms:Ibuprofen
th:ไอบูโปรเฟน
IndometacinIndometacin, Indomethazin oder Indometazin (engl. indomethacin, indometacin) [1-(p-Chlorbenzoyl)-5-methoxy-2-methylindol-3-yl]-essigsäure ist ein Schmerzmittel aus der Gruppe der NSAID. Diese Medikamente können als Tablette genommen werden und wirken sowohl gegen Schmerz (v.a. Knochen- und Weichteilschmerz) als auch gegen Entzündung und Fieber. Dabei ist Indometacin ein relativ starker Vertreter bezüglich der Wirkung, aber auch bezüglich Nebenwirkungen.
Indometacin wird v.a. bei rheumatischen Erkrankungen (z.B. Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew) sowie beim akuten Gichtanfall angewendet. Dabei entsprechen sich 50 mg Indomethazin und 600 mg Acetylsalicylsäure in ihrer Wirkungsstärke.
Als Wirkungsmechanismus wird die Hemmung der Prostagladinsynthese angesehen. Bei chronischer Applikation ist eine deutliche Zunahme der Nebenwirkungen, auch auf das zentrale Nervensystem, zu verzeichnen, die zum Absetzen der Substanz zwingen könnte.
Als Nebenwirkungen sind bekannt bei 10 bis 20 Prozent der Patienten:
- Magen-Darm-Störungen (Ulzeria)
- Kopfschmerzen
- Schwindelgefühle
- psychische Veränderungen
- Übelkeit
- Druckgefühl in der Magengegend
- Inappetenz
Durch Applikation von Zäpfchen können die gastrointestinalen Beschwerden verringert werden.
Kombinatorische Wechselwirkungen bestehen zwischen Indomethazin und Probenezid als Erhöhung der Indomethazinwirkung.
Die Eliminations-Halbwertzeit beträgt etwa zwei Stunden, wobei sowohl renal als auch biliär ausgeschieden wird.
Die maximale Serumkonzentration wird nach ein bis zwei Stunden erreicht.
Kategorie:Chemische Verbindung
Kategorie: Nichtopioid-Analgetikum
Kategorie:Antiphlogistikum
th:อินโดเมตทาซิน
Naproxen
Wirkung und Wirkungsweise
Naproxen wirkt, als Inhaltsstoff in Medikamenten, schmerzlindernd, abschwellend und entzündungshemmend. Naproxen hemmt die Ausschüttung von Prostaglandinen. Prostaglandinen sind Botenstoffe welche die Nervenenden reizen und diese dann Schmerzsignale zum Gehirn aussenden. Da dieser Vorgang gehemmmt ist kommt das Schmerzsignal nicht mehr im Gehirn an und so entsteht die schmerzstillende Wirkung. Naproxen wird Frauen verabreicht, gegen Menstruationsbeschwerden oder nach Einsetzen einer Spirale in den weiblichen Körper. Weitere Anwendungsgebiete sind Rheuma und Schwellungen und Entzündungen jeglicher Art (z.B. nach Operationen).
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen können auftreten. Nachfolgend die Wichtigsten:
- Leber- und Nierenstörungen
- Magen-Darm-Geschwüre
- Übelkeit, Erbrechen
- Hautreizungen (allg. Allergische Reaktionen)
- Durchfall
- Blutungen der Magenschleimhaut
- Benommenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel
Kinder unter einem Jahr dürfen kein Naproxen einnehmen.
Wechselwirkungen
Folgende Wechselwirkungen sind bekannt. Bei Medikamenten mit ähnlicher Wirkung wird das Risiko der oben angeführten Nebenwirkungen deutlich erhöht.
Bei gleichzeitiger Einnahme gerinnungshemmender Medikamente (Marcumar) besteht eine erhöhte Blutungsgefahr.
Naproxen kann die Wirkung weiterer Medikamente verstärken oder abschwächen. Informieren Sie sich deshalb bei Ihrem Arzt oder Apotheker, falls Sie gleichzeitig andere Medikamente einnehmen.
Weblinks
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Kategorie:Chemische Verbindung
Kategorie:Nichtopioid-Analgetikum
Tolfenaminsäure
Tolfenaminsäure, chemisch 2[(3-Chloro-2-Methylphenyl)-Amino]Benzoesäure, ist ein Derivat der Anthranilsäure und gehört zur Gruppe der Fenamate. In der Medizin wird es als nichsteroidales Antiphlogistikum (entzündungshemmendes Mittel) eingesetzt. Präparate sind z.B. Migea und Tolfedine (Veterinärmedizin).
Die CAS-Nummer lautet 13710-19-5.
Wirkungsprinzip
Tolfenaminsäure ist ein Hemmer der sog. Cyclooxygenase, einem Enzym der Synthese von Prostaglandin. Infolge der Unterdrückung dieses Entzündungsstoffs wirkt es entzündungshemmend (antiphlogistisch), fiebersenkend (antipyretisch) und schmerzlindernd (analgetisch).
Kontraindikationen
Das Mittel sollte nicht bei Schädigungen der Nieren, der Leber, des Herzens und bei Geschwüren und Blutungen im Magen-Darm-Kanal eingesetzt werden. Für Bluter ist es ebenfalls kontraindiziert.
Kategorie:Arzneistoff
Hydrocortison
Cortisol oder Hydrocortison ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde, genauer in der Zona fasciculata, gebildet wird und zur Gruppe der Glucocorticoide gehört. Die Cortisolausschüttung wird durch ACTH (adrenocorticotropes Hormon) aus dem Hypophysenvorderlappen stimuliert. Eine Überfunktion (Hypercortisolismus) führt zum klinischen Bild des Morbus Cushing, eine Unterfunktion (Hypocortisolismus) zum Morbus Addison.
Physiologische Wirkung
Cortisol besitzt ein sehr breites Wirkungsspektrum und hat im Stoffwechsel vor allem Effekte auf den Kohlenhydrathaushalt (Förderung der Glukoneogenese), den Fettstoffwechsel (Förderung der lipolytischen Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin) und den Proteinumsatz (katabol). Cortisol wirkt antientzündlich und immunsuppressiv. Cortisol hat eine Aldosteron-ähnliche Wirkung und wird deshalb in Niere, Darm und einigen weiteren Geweben zu Cortison oxidiert, welches nicht an den Mineralcorticoid-Rezeptor bindet und daher keinen antidiuretischen Effekt besitzt. Bei einem Mangel an funktionstüchtigem Nebennierenrindengewebe wird Cortisol substituiert.
Cortisol ist für den Menschen und höhere Tiere lebensnotwendig.
Es ist neben den Katecholaminen ein wichtiges Stresshormon. Das Cortisolsystem reagiert aber träger als das Katecholaminsystem. Bei Stresssituation kommt es zu einem starken Anstieg der Cortisolproduktion. Die Nebennierenrindenproduktion an Cortisol wird durch die Hypophyse mit ihrem Hormon ACTH und noch eine Stufe höher durch den Hypothalamus durch seinen Cortikotropin Releasing Factor (CRF) angeregt. Die Cortisolwerte im Blutserum liegen normal am Morgen bei 165-690 nmol/l (Cortisol total) bzw. bei 5-23 nmol/l (freies Cortisol) und weisen eine typische Schwankung im Tagesverlauf auf (circadiane Rhythmik). Der höchste Wert wird morgens kurz nach dem Aufwachen erreicht (Cortisol Awakening Response, CAR). Wegen der starken circadianen Schwankung ist die einmalige Messung von Cortisol nicht sinnvoll. Für die Überprüfung der Nebennierenrindenfunktion ist daher die Bestimmung eines Cortisoltagesprofils notwendig.
Kategorie:Hormon
Général Grevious
Le Général Grievous est un personnage de l'univers fictionnel de la Guerre des étoiles. Il est le chef militaire de la Confédération des Systèmes indépendants et un ennemi des Jedi.
Il apparaît uniquement dans "Clone Wars" (dessin animé de Genndy Tartakovsky) et dans l'épisode III.
Bien qu'il soit de l'espèce Kaleesh, son corps est le mélange d'un squelette robotique avec un système nerveux et respiratoire, un cerveau et un cœur organiques (80% droïde, 20% organique). Il apparaît au cinéma dans l'épisode III de la Guerre des étoiles. Il est à ce titre, le premier androïde fait à partir de restes d'être vivant.
Il sera éliminé par Obi-Wan Kenobi. Grievous est sujet à une toux chronique causée par une blessure faite par Mace Windu qui écrasa son torse grâce à la force durant la Guerre des Clones (événement relaté dans le dessin animé Clone Wars). Il est aussi connu pour avoir pratiquement tué Boba Fett dans un siège sur Xagobah.
Grievous était connu en tant que chasseur de Jedi, les tuant pour le sport et collectionnant leurs sabres lasers pour les mettre comme des trophées à sa ceinture et les employer dans ses batailles (quatre à la fois).
Il possède une ingéniosité remarquable et une précision redoutable. C'est un commandant dans le régime séparatiste qui deviendra le chef des Séparatistes à la mort du Comte Dooku.
Les gardes du corps du Général Grievous, aussi connus sous le nom de Magna Guards, sont des droïdes avec des bâtons électriques. Ces bâtons peuvent bloquer n'importe qu'elle arme, même un sabre laser. Le Général Grievous a souvent trois de ces gardes du corps avec lui, sauf s'il combat un jedi en un contre un. Ils peuvent continuer à se battre avec des membres coupés... même leur tête. Ils ont aussi un corps métallique qui leur permet de marcher sur certains murs.
Signifaction
- Grievous : douloureux, pénible ou grave en anglais.
Images
- [http://img.photobucket.com/albums/v201/happystatic/various/general.jpg image tirée du film]
Jedi tués par Grievous
- Daakman Barrek
- Sha'a Gi
- Tarr Seirr
- T'chooka D'oon
- Soon Bayts
- Adi Gallia
- Roron Corobb
- Foul Moudama
- Puroth
- Nystammall
- Jmmaar
Général Grievous
ja:グリーヴァス将軍
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Nathans Tod
Jan Müller-Wielands Oper "Nathans Tod" nach George Tabori wurde am 6. Oktober 2001 in Görlitz uraufgeführt und frenetisch gefeiert. Sie war ein Auftragswerk zum 150-jährigen Bestehen des dortigen Theaters in Görlitz. Gastspiele gab es u. a. in Dresden, Wiesbaden und der Lessing-Stadt Kamenz. Die Ring-Parabel des Nathan ist in der Oper "nur ein Märchen, das niemand hören will" und wurde von
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NiL
NiL isn't Liero, kurz NiL, ist ein Remake des DOS Klassikers Liero unter GPL-Lizenz. Allerdings besitzt NiL im Vergleich zu Liero eine TCP-Unterstützung und ist damit nicht auf zwei Spieler beschränkt. Neben vielen Verbesserungen gegenüber Liero, insbesondere was die Berechnung der Read More... |
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